30
Aug

SUNfarming will hoch hinaus

Deutschlands höchstes Solar-Gewächshaus auf dem Estrel Berlin feierlich eingeweiht.

(Erkner/Berlin, 30. August 2018) Auf der Sonnenterrasse des Estrel in Berlin, dem größten Hotel Europas, hat SUNfarming sein Solar-Gewächshaus in 50 m Höhe errichtet. Das mit einer 4 m breiten Lichtkuppel überspannte Gewächshaus, hat eine Größe von ca. 42,5m² (5m x 8,5m). Die Dachseiten östlich und westlich der Lichtkuppel sind mit SUNfarming Modulen bestückt, der erzeugte Solarstrom wird direkt vom Hotel genutzt.
Die Anlage dient der SUNfarming GmbH als Modell zur praxisnahen Vorstellung von größeren SF Food & Energy Anlagen und Urban Farming in Deutschland für Projektpartner, Politiker und Finanzpartner, u.a. Botschafter aus afrikanischen Staaten.
Unter der Teilbeschattung des Gewächshauses bildet sich ein Mikroklima mit geringer Verdunstung; dies begünstigt das Wachstum verschiedenster Gemüsesorten als Hydrokultur. Die Bewässerung erfolgt dabei über eine wassersparende Tröpfchenbewässerung. Somit wird eine Pflanzenaufzucht an sonst unfruchtbaren Standorten – wie Hausdächern oder in ressourcenarmen Gegenden (Krisengebiete, Entwicklungsländer) – möglich.
Küchendirektor Peter Griebel erntet hier frisch und regional Biogemüse und Kräuter für seine Restaurantküchen. Derzeit werden hier vor allem Tomaten, Zucchini, Gurken, Blaubeeren, Chilis, Bayernfeigen sowie Heilkräuter geerntet.

Am 29. August wurde das Projekt im Rahmen einer Rooftop-Party feierlich eingeweiht. Zahlreich waren Gäste aus Politik und Wirtschaft der gemeinsamen Einladung von SUNfarming und Estrel gefolgt und hatten Gelegenheit das Solar-Gewächshaus zu besichtigen, begleitet von fachkundigen Experten die gerne alle Fragen beantworteten.

Hoteldirektor Thomas Brückner hebt in seiner Eröffnungsrede das große Interesse des Estrel Hotels an gesunden Bio-Food-Produkten und eigenen Gewürzproduktion in Zusammenarbeit mit SUNfarming hervor.
Peter Schrum, Hauptgesellschafter und Gründer der SUNfarming-Gruppe, betont in seiner Ansprache die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und entwicklungspolitisch hochinteressanten Möglichkeiten: „Die Vorteile für Bürger und Kommunen sind endlos. SUNfarming Urban Farming Plus trägt zur regionalen Versorgung der Städte bei. Dieses Projekt bietet eine breite Beteiligung der Gemeinden mit langfristigem Eigentum, nachhaltiger Nahrungsmittel- und Energieproduktion und Arbeitsplatzsicherheit mit einer starken Ausbildungskomponente auch für Schulen und Forschungseinrichtungen“.
International können die SUNfarming Mehrzwecklichtkuppelhallen einen wichtigen, entwicklungspolitischen Beitrag zur Beseitigung von Fluchtursachen leisten. Mit diesen Projekten sparen wir nicht nur Ressourcen, sondern schaffen durch Bildungsangebote Wissensressourcen für die Zukunft“, schließt Peter Schrum seine Rede.
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(auf dem Foto v.l.n.r.: Ambassador of Kasachstan Mr. Bolat Nussupov, Peter Schrum SUNfarming, Ambassador of the Republic of Uganda Mr. Marcel Tibaleka, Ambassador of the Republic of South Africa Mr. Stone Sizani)

Artikel erschienen im pv-magazine

1
Aug

3,2 Millionen Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie

Vier weitere SUNfarming Solarparks mit einer Gesamtleistung von 3.000 kWp Solarenergie konnten bis Mitte 2018 in Märkisch Oderland und Sachsen-Anhalt erfolgreich ans Netz gehen.

In den Gemeinden Wolmirsleben, Wegeleben und Hennickendorf in Sachsen-Anhalt wurden je 750 kWp auf ehemaligen Deponien realisiert, weitere 750 kWp wurden in Harzgerode im Landkreis Märkisch Oderland als Freiflächenanlage fertiggestellt.

„Jährlich produzieren die vier Anlagen zusammen stolze 3,2 Millionen Kilowattstunden Strom. Das reicht um ca. 900 Haushalte über 30 Jahre mit Strom aus Sonnenenergie zu versorgen. 11.000 verbaute SUNfarming Qualitätsmodule sorgen für eine CO2-Ersparnis von 1.700 Tonnen pro Jahr“, erklärt Martin Hinneburg, Leiter Einkauf und Projektkalkulation.

Deponien sind als Standorte für Solarpark wie geschaffen, keine Beschattung, verkehrsgünstig gelegen und die Netzanbindung in unmittelbarer Nähe. Verwaltung und Kommunalpolitik befürworteten eine Verpachtung der Fläche und die Entwicklung einer Photovoltaikanlage da andere Nutzungen oft nicht mit dem Kontext einer ehemaligen Deponie zu vereinbaren sind.
Neben der nachhaltigen Erzeugung von Energie, bieten die Solarparks über die Pachteinnahmen weitere finanzielle Vorteile für die Landkreise, was sich gebührensenkend für die Bürger auswirkt.
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