11
Okt

1000 neue Mitarbeiter in Service und Wartung ;-)

Wo wir früher aufwendig mähen mussten, halten heute 1000 wollige Servicekräfte die Flächen zwischen den Solaranlagen schön kurz.

Seit 2016 haben wir Schafherden zur Beweidung unserer Solaranlagen in Mecklenburg Vorpommern im Einsatz.
Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit der Solarmodule ist die Verhinderung von Beschattung durch den Pflanzenbewuchs. Durch die regelmäßige Pflege der Vegetation durch Schafbeweidung wird eine Verschattung der Module verhindert. Im Gegensatz zur mechanischen Mahd gibt es keine Staubentwicklung oder Beschädigungen durch Steinschlag. Die Kontrollen des Schäfers zu unregelmäßigen Zeiten verringern zudem die Diebstahlgefahr. SUNfarming hat gute Erfahrungen gemacht mit dieser umweltverträglichen und schonenden Pflege der Flächen. In den vergangenen 15 Jahren hat SF mehr als 1.000 ha Pv-Solaranlagen gebaut, die alle gemäht werden müssen.

„Für mich ist die gleichbleibend flache Fläche besser für den Service, da sonst immer erst gemäht wurde, wenn das Gras schon Knie hoch stand und ein durchkommen eher anstrengend war. Ich werde des Öfteren von Anwohner oder Spaziergängern angesprochen, die mir immer sagen, dass sie das mit den Schafen sehr gut finden, erklärt uns Marco Ströde, SUNfarming Techniker für Service und Wartung.

Auch der Schäfer profitiert von dieser sicheren, bereits mit Stabgitterzaun versehenen Weide.
Die Module sind ein guter Schattenspender und Windschutz und die Unterkonstruktionen bieten Rückzugsmöglichkeiten für lammende Schafe. Die Flächen sind unbelastet da keine Düngemittel und Pestizide eingesetzt werden.

Der Naturschutz begrüßt die Doppelnutzung der Flächen, die extensive Beweidung hat positive Effekte auf die Biodiversität, durch die betriebene Praxis der Umtrieb-Weide dienen die Schafe anderen Tier-und Pflanzenarten als Transportmittel und erhöhen so die Artenvielfalt.

1
Okt

SF Food & Energy für syrische Flüchtlinge

Nahe der syrischen Grenze in der Türkei geht in diesem Monat ein weiteres SUNfarming Food & Energy Ausbildungs-Projekt an den Start. Ziel dieses Food & Energy Projektes in Osmaniye ist es, den Menschen eine Ausbildung mit Zukunftsperspektive zu geben.

Auf 2 ha Solarpark werden unten den Solartischen zusätzliche Netze und Absperrgitter installiert, die die Haltung von freilaufenden Hühnern ermöglicht. Für syrische Flüchtlinge werden hier Ausbildungsplätze und Jobs entstehen in den Bereichen Solartechnik, Elektromobilität und ökologischer Eierproduktion. Das Trainingsprogramm besteht aus praktischen und theoretischen Unterricht. Der Theorieunterricht findet in einem eigens hierfür errichtetem Trainingscenter statt. Direkt angeschlossen an diesen Komplex ist ein Shop der ebenfalls von Trainees betrieben wird. Hier werden die nach EU Bio-Standard erzeugten landwirtschaftlichen Produkte direkt verkauft und den Trainees praktisches und theoretisches kaufmännisches Wissen vermittelt.

Möglich wurde dieses Projekt als großes PPP (Privat Partnership Project) durch die Förderung des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Projektträger ist die DEG (Deutsche Entwicklungshilfe Gesellschaft).

„Es werden Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen, Nahrungsmittelversorgung und nachhaltige Energieproduktion tragen zu einer eigenverantwortlichen, sicheren Lebensweise bei und eben den Menschen hier eine Zukunftsperspektive für eine spätere Rückkehr in ihre Heimat, erklärt Peter Schrum SUNfarming Gründer und Hauptgesellschafter. „Wir danken der DEG die uns mit dieser großen Food & Energy Trainingsanlage den „Blue Print“ für große Investitionen in Syrien ermöglicht, so Peter Schrum weiter.

Für dieses Projekt wurden spezielle Unterkonstruktionen und Halterungen von unserer Tochterfirma SOLprime entwickelt, die es ermöglichen die Solartische bis auf 4 m hochzustellen. Ein Arbeiten unter den Tischen ist somit problemlos und effektiv möglich. Für den Schutz der Hühner wurden zusätzlich Netze zwischen den Solartischen installiert. Spezielle Legevorrichtungen nach EU Bio-Verordnung, von SUNfarming in Zusammenarbeit mit deutschen Legehennen-Spezialisten konzipiert und in Einzelteilen nach Osmaniye transportiert, wurden bereits in ersten Trainingseinheiten von syrischen Trainees montiert.

17
Sep

SUNfarming gewinnt Innovationspreis

Auf der vom Chint Konzern ausgerichteten Konferenz mit über 600 Teilnehmer aus 140 Ländern wurde SUNfarming der Innovationspreis für intelligente Energielösungen verliehen.

Das Globale Gipfeltreffen für Marktinnovation und -entwicklung, der vom 9. bis 11. September in Wenzhou von CHINT, Chinas führendem Anbieter intelligenter Energielösungen, ausgerichtet wurde, befasste sich mit "Global Energy, Smart Interconnection". Die Veranstaltung sollte die Herausforderungen und Chancen des Energiesektors untersuchen und gleichzeitig eine Plattform für die Demonstration neuer und innovativer Produkte bieten.

An der Veranstaltung nahmen Wissenschaftler von akademischen Institutionen, Branchenexperten und führenden Akteuren aus über 140 Ländern sowie die Geschäftspartner von CHINT auf der ganzen Welt teil. Die Teilnehmer kamen zusammen, um Fachwissen zu Branchentrends und kritischen Themen zu diskutieren und auszutauschen. Zu den hervorgehobenen Diskussionen zählen die Grundsatzreden zu den innovativen Meilensteinen von CHINT in der Industrie 4.0-Ära, Energiespeicherung und Solar, Smart Grid, Smart Meter sowie Niederspannungsfelder.

10
Sep

Mit SF Food & Energy gegen den Klimawandel

Mit SUNfarming Food & Energy Gewächshäusern parallel Solarenergie produzieren und Nahrungsmittelsicherheit herstellen -auf gleicher Landfläche- ist das Ziel eines deutsch-afrikanischen Forschungsprojekts unter Beteiligung der SUNfarming und dem Forschungszentrum Jülich, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund zwei Millionen Euro fördert.

"Afrika ist ein zentraler Partner im Kampf gegen den Klimawandel. Ziel ist, Afrika in die Lage zu versetzen, mit den Folgen des Klimawandels umzugehen, es geht aber auch um eine neue Partnerschaft für nachhaltige Energieversorgung. In dem Projekt YESPV-NIGBEN wird deutsches Know-how helfen, die Nahrungsmittelversorgung in Westafrika zu verbessern. Wir unterstützen mit Forschung und Innovation so nachhaltige Geschäftsmodelle und Perspektiven für die Menschen in ihren Heimatländern Nigeria und Benin", so Forschungsstaatssekretär im BMBF Thomas Rachel.

Mit dem auf drei Jahre angelegten Projekt YESPV-NIGBEN ("Ertragsanalyse und sozioökonomische Folgenabschätzung von Photovoltaik unterstützter Nahrungsmittelerzeugung und -trocknung im tropischen Klima Nigerias-Benins") leisten Forscherinnen und Forscher aus Nigeria, Benin und Deutschland einen Beitrag, dieses Problem zu lösen: Um Landnutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft und Energiegewinnung zu reduzieren, werden kombinierte "Photovoltaik-Gewächshäuser" für den Anbau von Ost und Gemüse entwickelt. Das an die lokalen Bedingungen angepasste Photovoltaik-System erlaubt, Strom für das Gewächshaus und das örtliche Versorgungsnetz zu erzeugen. Gewächshäuser sind die Grundlage für eine planbare, kontinuierliche Produktion von Nahrungsmitteln. Parallel dazu werden Trocknungsanlagen mit der gewonnenen Solarenergie betrieben, Belüftungs- und Managementsysteme entwickelt. Das Ziel: lokale Feldfrüchte effektiver als bisher haltbar machen. So können auch Überschüsse in großen Mengen verarbeitet werden.

„Wir waren im August in Nigeria und Abuja beim Kick Off Meeting, erklärt uns Holger Schönherr, SUNfarming Projektpartner. „Jeder fünfte Einwohner Afrikas hungert. Starkregenperioden wechseln sich mit extremer Trockenheit ab. In Nigeria und Benin können genügend Nahrungsmittel produziert werden, aber die Verteilung und die Haltbarmachung stellen zwei der Hauptprobleme dar. So verrotten zur Erntezeit 60 % der Feldfrüchte. Wir von SUNfarming sind überzeugt, mit Food & Energy Anlagen durch nachhaltige Energie und Trocknungsverfahren zur Nahrungsmittelsicherheit beitragen zu können“, so Holger Schönherr weiter.

Bei der Übergabe der Förderurkunden: (v.l.) Prof. Uwe Rau, Direktor des Instituts für Photovoltaik, Dr. Solomon Agbo, Unternehmensentwicklung, Vorstandsmitglied Prof. Harald Bolt, Mobolaji Sakirat Ogundero, stellvertretende nigerianische Botschafterin in Berlin, Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel MdB, Peter Schrum, SUNfarming, und Prof. Ulrich Schurr, Direktor des Instituts für Pflanzenwissenschaften.
Copyright: Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach

3
Sep

11 Megawatt SUNfarming Solarparks in Polen am Netz

Nach dem die ersten 4 Megawatt Solarparks Ende des letzten Jahres in der Nähe des Kohlekraftwerks Ostroleka fertiggestellt wurden, sind im Juni 2019 weitere 7 Megawatt SUNfarming Solarparks in Polen ans Netz gegangen. Die jüngsten Investitionen machen SUNfarming mit 11 Megawatt Bestandsportfolio zu einem der größten Solarinvestoren in Polen.

SUNfarming konnte sieben neue Projekte im Auktionssystem erfolgreich abschließen. Die neuesten Projekte befinden sich in den Provinzen Niederschlesien, Großpolen, Lodsch und Lublin. Es handelt sich um drei 1-Megawatt Solarparks, die in der Gemeinde Łask in der Provinz Łódz errichtet wurden, sowie vier 1-Megawatt-Investitionen in den Provinzen Dolnośląskie und Lubelskie. Entsprechend den Auktionsverpflichtungen haben alle sieben Solarparks im Juni mit der Energieerzeugung begonnen.

„Wir freuen uns über weitere 7 Megawatt saubere Energie für Polen. Wir danken allen Beteiligten für die effiziente und professionelle Zusammenarbeit. Mit einer geplanten PV-Leistung von 1,2 GW bis 2020 bei aktuell nur rund 360 MW installierter Kapazität stellt Polen für uns einen wichtigen Zukunftsmarkt dar“, so Martin Tauschke, Geschäftsführer der SUNfarming GmbH sowie der SUNfarming Polska sp.z.o.o.. „Weitere 35 Megawatt Solarpark konnten wir uns im Auktionsverfahren im November sichern, die Umsetzung der geplanten Investitionen ist Ende 2019/Anfang 2020 geplant. Wir wollen uns aber nicht allein auf das polnische Auktionsverfahren verlassen, sondern setzten bei der Entwicklung größerer Projekte auch auf PPA´s (Power-Purchase-Agreements)“, erklärt Martin Tauschke.

Das polnische Auktionssystems der Auftragsvergabe und eine Innenpolitik, die auf erneuerbare Energien setzt, ermöglichen es SUNfarming als mittelständischem Unternehmen den Ausbau erneuerbarer Energien zu unterstützten und rentable Investitionen in Polen zu tätigen. SUNfarming startete Ende Dezember 2018 mit dem Bau der ersten 4 Megawatt Solarparks in Polen. Durch den Zuschlag in der Ausschreibung profitieren alle PV-Parks von einem 15-jährigen „contract for differences“ mit der polnischen Energiebehörde URE, der durch die Zahlung der Differenz zum Marktpreis eine feste Einspeisevergütung für jede produzierte kWh garantiert.

Die Photovoltaik gewinnt unter den erneuerbaren Energiequellen in Polen immer mehr an Bedeutung, da sie die günstigste Energie ist, die mit vorhandenen Technologien gewonnen werden kann. Zudem werden durch die Nutzung von Brachflächen und Böden mit geringer Bodenqualität landwirtschaftliche Ackerflächen geschont.

29
Jul

SUNfarming Wildkräuterwiesen

SUNfarming ackert für die Artenvielfalt: Schafgarbe, Leinkraut, Bienenweide, Wilder Rettich, rund 80 verschiedene Wildkräuter wachsen auf den Wiesen und Blühstreifen unserer Solaranlagen.

Das Aussterben von Bestäuber-Insekten bedroht laut Biodiversitätsrat die weltweite Produktion von Nahrungsmitteln im Wert von 235 bis 577 Milliarden Dollar pro Jahr. Von 8 Millionen Insekten sind 1 Million vom Aussterben bedroht.
Im März haben wir unser Projekt „SUNfarming Wildkräuterwiesen –für mehr Artenvielfalt“ gestartet. Erst einmal musste die richtige Samenmischung gefunden werden: sie sollte mehrjährig sein und viele Heilkräuter enthalten, Bienen und Insekten sollten den ganzen Sommer Nahrung und Schutz finden, bunt sollte die Wiese sein damit sich auch unser Auge erfreut.

„Skeptisch haben wir die kleine Menge Saatgut angeschaut: 1 kg für einen Hektar Acker! Wir haben gefräst, gesät und gewalzt –und dann gewartet“, berichtet uns Ursula Eckmann, SUNfarming Marketing.
„Es folgte ein langer trockener April, auf unserem Feld war von Blumen noch nichts zu sehen. Ende Mai konnten wir erstes zartes Grün erblicken und lang ersehnter Regen bescherte uns dann den Anblick eines dichten Kräuterteppichs. Der Teppich ist jetzt Anfang Juli mehr als kniehoch und auf dem Foto sieht man wie bunt er blüht. Bienen, Käfer, Hummeln, Raupen und Schmetterlinge tummeln sich auf den Blüten und Blättern, mit einer Wuchshöhe von ca. 60 cm stellt die Wiese ein ideales Versteck für Wildtiere dar“, so Ursula Eckmann weiter.

Viele Pflanzen sind als Heilkräuter bekannt und können zur Herstellung von Tees, Salben und Tinkturen verwendet werden. Ringelblumen wirken desinfizierend, entzündungshemmend und wundheilend, Hirtentäschel enthält viel Vitamin C und eine Menge Mineralstoffe, Schafgarbe war schon im Mittelalter als besonderes Frauenheilkraut bekannt und Spitzwegerich hilft bei juckenden Mückenstichen. Viele der ausgesäten Kräuter wirken sich positiv auf das gesamte Herz-Kreislauf-System aus. Rosmarin verbessert die Durchblutung, Oregano beruhigt und Borretsch wirkt nervösen Irritationen entgegen. Häufiges Verwenden in der Küche lohnt sich also.

Mit einer Wuchshöhe von 60 cm kommt es zu keiner Beeinträchtigung der Leistung der Solarmodule durch Beschattung.
Unsere Solarparks erzeugen nicht nur erneuerbare Energien, sondern stellen durch die Doppelnutzung der Flächen gleichzeitig einen Mehrwert für die Natur dar. Blühstreifen zwischen den Modulreihen fördern die Artenvielfalt der Pflanzen und der Tiere. Kräutermischungen, Kräutersalate, Smoothies oder Sunny Wild Honey sind regional und nachhaltig erzeugt.

SUNfarming Fazit: Bunt ist gesund!