Nach Ansicht der CGE/SUNfarming Gruppe wird es damit zu einem sofortigen Stopp des Ausbaus Erneuerbarer Energien führen. Und dies in Zeiten, in denen der CO2-Preis für Endverbraucher massiv steigen wird und die neuesten Kriegsentwicklungen in der Welt die Preise für fossile Energieträger wie Öl und Gas und damit die Inflation extrem erhöhen. Während die Bundesregierung scheinbar den Ausbau von Gaskraftwerken und von weiteren LNG-Einkäufen in den USA plant, sollen die in Deutschland in Entwicklung befindlichen Erneuerbaren Energieanlagen und Batteriespeicher massiv wirtschaftlich bedroht werden, um deren Zubau zu stoppen. Aus Sicht der CGE/SUNfarming ein fataler Fehler, der den Wirtschaftsstandort Deutschland weiter ins Wettbewerbsabseits und die Lebenshaltungskosten in Deutschland in die Höhe treiben wird.
Die Folge der geleakten Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums im Bereich EEG und Netze wäre ein Abbruch bestehender Bauleitplanungs- oder Bauantragsverfahren und der Totalverlust hoher Entwicklungskostenaufwände für Anlagen und dringend benötigte Umspannwerke, die von den EE-Investoren selbst geplant und finanziert werden. Im Falle der CGE/SUNfarming, die als führender Anbieter und Investor sowie als Teil der Cube Green Energy-Gruppe in Deutschland Agri-Photovoltaik-Anlagen mit einer Pipeline von mehr als 3 GWp installierter Leistung sowie dazu mehr als 800 MW Batteriespeicherleistung plant, geht es nicht allein um Stop or Go für Investitionen, sondern auch um mehr als 2.000 Hektar Agrarland, die mithilfe der Agri-PV-Anlagen für Tierhaltung im Außenbereich oder auch Pflanzenbau unter den Anlagen doppelt genutzt werden sollen. Die Flächeneigentümer, meist Landwirte, haben die Flächen der SUNfarming verpachtet, um sie nicht der Landwirtschaft zu entziehen, diese vor Klimawandel-Beeinträchtigungen zu schützen und zudem ein sicheres Zweiteinkommen zu generieren. Sollten die Leaks in der vorliegenden Form umgesetzt werden, wird der Investor, wie viele Branchenpartner ebenfalls, die bisher ihre Anlagen klassisch mit Banken finanzieren, seine Strategie überdenken und von Projekten Abstand nehmen. Neben der verlorenen Wertschöpfung für den Wirtschaftsstandort Deutschland würden nicht nur zehntausende Arbeitsplätze in der Solarbranche, sondern auch landwirtschaftliche Unternehmer und ländliche Regionen in Deutschland massiv wirtschaftlich betroffen werden.
Die Umsetzung des geleakten EEG-Entwurfs sowie Netzpakets und der damit verbundene Stopp von Planungen und Investitionen in neue (Agri-)PV-Anlagen ist auch eine wirtschaftliche Katastrophe für die Gemeinden und Kommunen. Viele Kommunen haben bereits fest mit den Einnahmen aus der EEG-Gemeindebeteiligung sowie den jeweiligen länderspezifischen Sonderabgaben in ihrer zukünftigen Haushaltsplanung gerechnet. Nur so können sich viele Kommunen vor dem wirtschaftlichen Ruin retten.
„Schon die fehlende Umsetzung des Solarpakets, welches ja bereits in Deutschland Gesetz ist, aber durch beihilferechtliche Gründe von der EU nicht freigegeben wird, hat zu einer extremen Verunsicherung in der Landwirtschaft in Bezug auf die Investition in Agri-PV-Anlagen geführt“, erklärt Edith Seemann, Geschäftsführerin der Projektentwicklung der CGE/SUNfarming. „Wir hatten auf ein klares Votum von Frau Reiche pro Agri-PV-Anlagen und Solarpaket gehofft und auch auf eine Höhervergütung im Rahmen eines separaten Ausschreibungssegments „Sonderanlagen“, wie im Solarpaket ursprünglich vorgesehen. Nun fehlen wieder konkrete Angaben in den geleakten Dokumenten. Zudem wird jedoch im geplanten Netzpaket klar, dass Neuanlagen sowohl Netzentgelte als auch im Falle von Batteriespeichern, die die Wirtschaftlichkeit der Anlagen in Zeiten von Negativstrompreisen unterstützen könnten, zusätzlich Baukostenzuschüsse zahlen sollen. Außerdem bringt das BMWE auch noch das Thema Redispatch-Stopp ins Spiel, während die Bundesnetzagentur wiederum scheinbar unabgestimmt Verordnungen für die Ausschreibungskriterien der Agri-PV-Anlagen definiert, die nicht dem Agrarrecht entsprechen. Ein Wirrwarr, das Investoren abschreckt und zu hohen Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern statt zu einer kosteneffizienten, sicheren und CO2-neutralen Energieversorgung in Deutschland führt. Mehr denn je müssen EE-Anlagen gefördert und Netzdienlichkeiten positiv vergütet werden“, fordert Edith Seemann.
Wie hoch und resilient die regionale Wertschöpfung durch die Entwicklung von Erneuerbaren Energien im ländlichen Raum ist, zeigen nicht nur die bereits stark entwickelten Regionen in Nord- und Ostdeutschland, in denen auch CGE/SUNfarming bereits seit mehr als 20 Jahren tätig ist. Mit dem bislang größten Agri-PV-Vorhaben Deutschlands der CGE/SUNfarming in Brandenburg wurde auch das Interesse von großen Datencenter-Betreibern geweckt, die sich direkt neben dem Agri-PV-Park und dem dazugehörigen, ebenfalls von CGE/SUNfarming entwickelten Umspannwerk ansiedeln möchten. Die Gewerbesteuerzuflüsse sowie auch die mit dem Erneuerbaren Energien-Großprojekt verbundenen finanziellen Beteiligungen für die Gemeinde und die Pachtzuflüsse an die verschiedenen landwirtschaftlichen Unternehmer der Region, die unter den Agri-PV- Anlagen der SUNfarming wirtschaften werden, sind über mindestens 30 Jahre gesichert. Neben bestehenden Arbeitsplätzen werden neue geschaffen, Kindergärten, Feuerwehr oder auch Infrastrukturen der Gemeinde entwickelt und neue agrarische Konzepte umgesetzt, die sowohl die Biodiversität als auch die landwirtschaftlichen Erträge steigern sollen. Eine Umsetzung der vorab medial verbreiteten Planungen des Bundeswirtschaftsministeriums würden diese positiven sozio-ökonomischen Effekte für den ländlichen Raum und ein Erreichen der im Grundgesetz verankerten Klimaziele zunichtemachen.
CGE/SUNfarming fordert daher:
-ein klares Bekenntnis zur 50 MWp Gebotshöchstmenge für PV-Anlagen
-Unbegrenztes Volumen in der Sonderausschreibung für EE-Anlagen mit Doppelnutzen für die Landwirtschaft in Form von Agri-PV-Anlagen
-eine fixe Höhervergütung für alle großflächigen EE-Anlagen > 1 MWp mit Doppelnutzen für die Landwirtschaft in Form von Agri-PV-Anlagen von mindestens 2,5 ct/kWp auf den Ausschreibungswert
-eine Festvergütung bis einschließlich 1 MWp-Anlagen von 6,5 ct/kWp für Anlagen, die bis zur Erreichung der Klimaziele errichtet werden, sowie eine Festvergütung gleicher Art für die 2,5 ha privilegierten hofnahen Agri-PV-Anlagen, die dann inklusive der Höhervergütung fix 9 ct/kWp erhalten würden und dem Fortbestand des landwirtschaftlichen Betriebes dienen
-klare Vorgaben der Bundesregierung, die Investitionssicherheit für EE-Anlagenbetreiber bieten, die Netzdienlichkeit durch co-located Batteriespeicher sichern, z.B. durch unbefristete Befreiung von Netzentgelten und Baukostenzuschüssen
-im Falle des Wegfalls von Redispatch-Zahlungen eine Befreiung von Netzentgelten undBaukostenzuschüssen für EE-Anlagen/Batteriespeicher-Kombinationen, die den Netzbetreibern netzdienliche Services nachweislich anbieten.
Pressekontakt
Cube Green Energy/SUNfarming
Hussain Shalchi
hussain.shalchi(at)cubegreenenergy.com
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