Der gesamte Klimapark Steinhöfel erstreckt sich mit rund 500 Hektar über acht Ortsteile der brandenburgischen Gemeinde und soll im Endausbau eine Gesamtanlagenleistung von bis zu 753 Megawatt-Peak (MWp) an das Netz bringen. Für die ersten 550 MWp Agri-PV sowie das dazugehörige Umspannwerk liegen bereits die Baugenehmigungen vor.
Das Umspannwerk wird von der SUNfarming GmbH in Zusammenarbeit mit SPIE realisiert. Über dieses soll der erzeugte grüne Strom über 110-kV-Kabelsysteme in das Hochspannungsnetz des regionalen Verteilnetzbetreibers E.DIS eingespeist werden. Für den ersten Teilabschnitt mit 106 MWp hat SUNfarming in der Juli-Ausschreibung einen Zuschlag für die EEG-Vergütung erhalten, wobei es sich bei der Gesamtanlage um eine Agri-PV-Anlage mit darunter stattfindender Landwirtschaft handelt. Vor allem die enge Zusammenarbeit mit den aktiven Landwirten und Agrargesellschaften der Region machen dies möglich. Baustart des ersten Zuschlagsteils war bereits im vierten Quartal 2025.
Martin Tauschke, Geschäftsführer der SUNfarming GmbH, erklärt:
„Mit dem EEG-Zuschlag für die ersten 106 MWp glauben wir einen entscheidenden Meilenstein in der Umsetzung des Klimaparks Steinhöfel erreicht zu haben. Der Baustart der ersten Ausbaustufe markiert den Übergang von der Planung in die Umsetzung. Wir sind stolz, dass sich unser Konzept der Agri-Photovoltaik einmal mehr als zukunftsfähiges Modell für eine nachhaltige Energieversorgung bewährt. Gemeinsam mit unseren Partnern, der Gemeinde und den Landwirten vor Ort arbeiten wir daran, hier ein Projekt, das europaweit Maßstäbe für die Verbindung von Energieproduktion, Landwirtschaft und regionaler Wertschöpfung setzen kann, zu schaffen.“
Zukunftsorientierte Landwirtschaft trifft nachhaltige Energie
Der Klimapark Steinhöfel soll modernste Solartechnologie mit nachhaltiger landwirtschaftlicher Nutzung vereinen und eine zukunftsweisende Verbindung von Energieproduktion, Biodiversität und regionaler Wertschöpfung schaffen. Die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen soll erhalten bleiben.
Kern des Projekts ist die Agri-PV-Doppelnutzung: Hochmoderne bifaziale Glas-Glas-Module sollen auf einer Mindesthöhe von 2,10 Metern fest installiert werden. So soll unter den Modulen ausreichend Raum für landwirtschaftliche Bewirtschaftung – etwa für den Anbau von Arznei- und Gewürzkräutern oder auch Ackerfruchtfolgen – entstehen.
In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Steinhöfel, den örtlichen Landwirten, dem Landkreis sowie technischen Partnern wie SPIE und der E.DIS Netz GmbH verfolgt SUNfarming einen ganzheitlichen Ansatz; der Klimapark soll nicht nur sauberen Strom für zahlreiche Haushalte erzeugen, sondern zugleich regionale Wertschöpfung stärken, lokale Arbeitsplätze schaffen und neue wirtschaftliche Perspektiven für den ländlichen Raum eröffnen.
Mit dem Klimapark Steinhöfel beabsichtigt SUNfarming nicht nur ein Kraftwerk der Sonne, sondern ein Leuchtturmprojekt für Energiewende, nachhaltige Landwirtschaft und regionale Entwicklung – mit Strahlkraft weit über Brandenburg hinaus zu realisieren.
Mit einer 1:1 Agri-Solaranlage (17 x 6 m) im Außengelände konnten wir live zeigen, wie Landwirtschaft und Energieproduktion durch intelligente Doppelnutzung nachhaltig verbunden werden können. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich vor Ort über unsere Konzepte für Tierhaltung, Sonderkulturen sowie Obst- und Gemüseanbau.
Die Resonanz spricht für sich:
*Rund 67.000 Besucherinnen und Besucher insgesamt auf der MeLa 2025
*Hunderte Fachgespräche mit Landwirten, Interessierten und Entscheidungsträgern
*Großes Interesse am Besuch unseres Forschungs- und Innovationszentrums in Rathenow
* Besondere Wertschätzung durch den Besuch von Johann-Georg Jäger, Vorstand des Landesverbandes Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern (LEE MV e.V.)
Unsere Agri-PV-Berater führten zahlreiche Gespräche und konnten viele neue Kontakte knüpfen. Besonders im Fokus stand der Start unserer ersten Großanlagen auf Acker- und Grünlandflächen in Schleswig-Holstein – ein Meilenstein für die Energiewende und die nachhaltige Landwirtschaft.
Als Teil der Cube Green Energy-Gruppe können wir unseren Kunden künftig noch umfassendere Lösungen anbieten – von Agri-PV über Photovoltaik bis hin zu Windenergie.
Fazit
Die MeLa 2025 war für SUNfarming ein voller Erfolg. Das große Interesse bestätigt unsere Rolle als führender Anbieter von Agri-Photovoltaik-Lösungen. Gemeinsam mit Landwirten, Partnern und politischen Akteuren gestalten wir die Landwirtschaft von morgen – nachhaltig, innovativ und wirtschaftlich.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die uns auf der Messe besucht haben, und freuen uns auf die nächsten Schritte in gemeinsamen Projekten!
Mit insgesamt 25.000 Photovoltaik-Modulen wird diese innovative Anlage nicht nur zur regionalen Energiewende beitragen, sondern auch als ein weiteres Beispiel für eine nachhaltige Nachnutzung von ehemaligen Deponien dienen.
Die PV-Anlage wird in der Region Eberswalde grünen Strom erzeugen und damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgung regionaler Unternehmen leisten. Darüber hinaus wird die Anlage jährlich rund 5.000 Tonnen CO2 einsparen und so einen positiven Einfluss auf den Klimaschutz haben.
Thies Schrum, Mitglied der Geschäftsführung der SUNfarming, betont: „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren langjährigen Partnern neben unserem Hauptfokus auf Agri-Solar-Anlagen auch Spezialanlagen auf baulichen Anlagen umsetzen, um die Energiewende durch Mehrfachnutzung von Flächen nachhaltig zu gestalten.
Mit diesem Projekt setzt SUNfarming seinen Weg fort, nachhaltige Lösungen für die Energieversorgung zu schaffen und einen positiven ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen.
Steinhöfel, 28. August 2024 – Die SUNfarming GmbH (der führende Entwickler und Investor für Agri-Photovoltaikanlagen in Deutschland) realisiert in Zusammenarbeit mit SPIE (dem unabhängigen europäischen Marktführer für multitechnische Dienstleistungen in den Bereichen Energie und Kommunikation) das Umspannwerk für grünen Strom aus Europas größtem Agri-PV-Projekt „Klimapark Steinhöfel“. Dieser erstreckt sich über acht Ortsteile und wird eine installierte Gesamtanlagenleistung bis 753 Megawatt-Peak (MWp) ans Netz bringen. Die Anlage mit insgesamt vier Transformatoren sorgt dafür, dass die erzeugte Energie zuverlässig über 110-Kilovolt-Kabelsysteme in das bestehende Hochspannungsnetz des regionalen Verteilnetzbetreibers E.DIS eingespeist wird.
Der Klimapark Steinhöfel ist ein Leuchtturm-Projekt der Photovoltaikbranche und kombiniert die nachhaltige Energieerzeugung mit echter landwirtschaftlicher Produktion auf einer Fläche von rund 500 Hektar. Innovative Konstruktionen und Technologien ermöglichen eine effiziente und nachhaltige Doppelnutzung der landwirtschaftlichen Flächen mit Licht- und Regenwassermanagement unter den nach DIN SPEC auf einer Mindesthöhe von 2,10 Metern bifazialen Glas-Glas-PV-Modulen. Diese Doppelnutzung hat nachhaltig positive Effekte für das Tierwohl und die Haltungsform, die Biodiversität, die CO2-Reduktion, den Grundwasserschutz und die landwirtschaftliche Ertragssicherung auf den bislang schwer bewirtschaftbaren sandigen Böden in dieser Region. Das landwirtschaftliche Konzept für den Klimapark Steinhöfel hat SUNfarming in enger Zusammenarbeit mit einer landwirtschaftlichen Beratung der Agrarbetriebe vor Ort und den örtlichen Landwirten entwickelt und innerhalb von vier Jahren Entwicklungszeit zur Baugenehmigungsphase gebracht. Nach dem Bau der Agri-PV-Anlagen sollen die landwirtschaftlichen Böden als mehrjährige Futtermittelproduktionsflächen sowie als temporäre Portionsweiden für die Kälber- und Färsenzucht genutzt werden.
SPIE erbringt bei diesem Projekt sämtliche Leistungen von der Baugenehmigungs- und Ausführungsplanung über die gesamte Materialbeschaffung für das Umspannwerk, Primär- und Sekundärplanung bis zur Montage und Inbetriebnahme. „Mit unseren technischen Lösungen ermöglichen wir die Einbindung erneuerbarer Energien und schaffen damit die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Energiewende und eine klimafreundliche Zukunft“, sagt Burkhard Sager, Leiter des Geschäftsbereichs High Voltage von SPIE Deutschland & Zentraleuropa. „Wir bündeln unsere jahrzehntelange Erfahrung, um dieses komplexe Projekt zu realisieren“, ergänzt Hannes Weinreich, Leiter der Abteilung Green Substations im Geschäftsbereich High Voltage von SPIE Deutschland & Zentraleuropa. „Die Herausforderungen liegen dabei vor allem in dem eng getakteten Zeitplan, bei dem viele Arbeitsschritte exakt ineinandergreifen müssen, damit ein Vorhaben dieser Größenordnung gelingt.“
„Der Klimapark Steinhöfel ist das größte SUNfarming-Pionier-Projekt, welches wir mit den Satzungsbeschlüssen in allen Ortsteilen erfolgreich in knapp vier Jahren entwickelt haben“, erklärt Martin Tauschke, Mitgründer und Geschäftsführer von SUNfarming. „Dieses anspruchsvolle Projekt können wir nur aufgrund der sehr guten und engen Kooperation mit der Gemeinde Steinhöfel, den Bürgern der Region, dem Landkreis Oder-Spree, unseren landwirtschaftlichen Verpächtern sowie unseren technischen Partnern realisieren.“ SUNfarming entwickelt und erforscht seit mehr als 10 Jahren eigenentwickelte Agri-PV-Systeme. „Unsere Agri-PV-Lösungen überzeugen Landwirte und Investoren gleichermaßen“, erklärt Edith Brasche, Geschäftsführerin Projektentwicklung bei SUNfarming. „Derzeit befinden sich mehrere Gigawatt Agri-PV-Anlagen in unserer Entwicklung – sowohl in der Anwendung über Pflanzen- und Obstbau als auch für die Haltung von Mutterkühen und Kälbern, Geflügel und Damwild. Der Klimapark Steinhöfel ist Teil unserer Forschung, mit der wir belegen, dass Agri-PV-Anlagen Umwelt, Natur und Grundwasser gegen Klimawandel schützen und echte Wertschöpfung in ländliche Regionen bringen“, so Brasche.
Die Arbeiten für das Umspannwerk beginnen voraussichtlich im dritten Quartal 2025, die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2026 geplant. Ab Inbetriebnahme werden erste Teile des Agri-PV-Parks in Steinhöfel über das Umspannwerk direkt ans Netz gehen.
Die E.DIS Netz GmbH als Treiber der Energiewende, ist stolz darauf, ihre Expertise und Unterstützung in diesem wegweisenden Projekt einzubringen. Als langjähriger Befürworter und Treiber der Energiewende in der Region engagiert sich die E.DIS Netz GmbH maßgeblich für die Bereitstellung des Netzanschlusses im Umspannwerk Steinhöfel, das als Dreh- und Angelpunkt für die Einspeisung von grünem Strom aus Europas größtem Agri-Solar-Projekt dient. „Unsere Partnerschaft in diesem Projekt unterstreicht unser kontinuierliches Engagement, innovative Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung zu entwickeln“, betont Petra Kortenkamp, Leiterin Individualkunden bei der E.DIS Netz GmbH. „Seit über zwei Jahren sind wir intensiv an der Planung und Realisierung des technischen Netzanschlusses beteiligt, der es ermöglicht, die erzeugte erneuerbare Energie effizient in das Netz zu integrieren. Unser Fokus liegt dabei auf einer zukunftsweisenden und sicheren Energieinfrastruktur.“ Die E.DIS Netz GmbH sieht in diesem Projekt nicht nur eine bedeutende Investition in die regionale Energiewirtschaft, sondern auch einen wichtigen Schritt hin zu einer klimaneutralen Zukunft. „Dieses Projekt demonstriert eindrucksvoll, wie Zusammenarbeit und technologische Innovationen den Weg für eine nachhaltige Energiezukunft ebnen können. Wir sind fest entschlossen, unseren Beitrag zur Energiewende weiter zu verstärken und innovative Projekte zu fördern und durchzuführen, die die Energiewende vorantreiben“, fügt Petra Kortenkamp hinzu.
Ein beispielloses Überangebot an Erfüllungsoptionen hat die Wirksamkeit der THG-Quote als Instrument zur Steuerung der Energiewende im Verkehrssektor zuletzt massiv untergraben. Mit einem Volumen von geschätzt etwa 7-8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent über der Treibhausgas-Minderungsverpflichtung im Markt hat sich der Preis für die THG-Minderung um mehr als zwei Drittel reduziert und stagniert dort seither (kommend von über 400 Euro pro Tonne CO2-Äquivalent im Dezember 2022, auf um die 100 Euro im November 2023).
Das Positionspapier des Bundesverbandes Regenerative Mobilität e.V. (BRM e.V.)zur Anhebung der THG-Quotefinden Sie hier
Stephan Franke, Projektleiter für Landwirtschaftliche Konzepte in Schleswig-Holstein, West-Mecklenburg-Vorpommern und West-Brandenburg bei SUNfarming, fasste im Nachgang zu dem Treffen die wichtigsten besprochenen Punkte zusammen und betonte die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Förderung von Agri-PV.
Hauptpunkte des Treffens:
1. Besserstellung von Agri-PV in Gebieten mit „Abwägungskriterien“:
- Es besteht ein dringender Bedarf an Änderungen in der naturschutzrechtlichen Genehmigungspraxis, um Agri-PV auch auf Nicht-Hochertragsstandorten zu einer verlässlichen Einkommensquelle zu machen. Insbesondere für viehhaltende Betriebe auf Grünland ist das praxisreife Agri-PV System von SUNfarming ideal geeignet, jedoch werden diese Standorte oft strenger gehandhabt als hochwertige Ackerflächen.
- Kriterien, die im Solarerlass als "Abwägungskriterien" definiert sind, sollten zumindest für Agri-PV den Weißflächen gleichgestellt werden. Dies würde eine Selbstregulierung der Standortwahl hin zu Grünlandflächen oder schwächeren Ackerböden fördern, die von der Kommunalpolitik und Gesellschaft für Photovoltaik bevorzugt werden.
2. Neuer Solarerlass Schleswig-Holstein:
- Der jüngste Entwurf des Solarerlasses enthält weitere, zum Teil schärfere Restriktionen, auch im Bereich der Abwägungskriterien. SUNfarming hofft auf die Unterstützung der Bauernverbände, um sicherzustellen, dass Agri-PV von diesen Restriktionen befreit wird. Andernfalls werden Betriebe auf weniger ertragreichen Standorten weiterhin benachteiligt.
Vorteile einer Öffnungspolitik:
- Durch eine unkomplizierte Öffnungspolitik für Flächen mit aktuellen Abwägungskriterien würde innerhalb kurzer Zeit eine Verlagerung auf minderwertige Flächen stattfinden. Dies würde den Widerstand der Genehmigungsbehörden reduzieren und insbesondere Familienbetrieben sowie Betrieben mit schwächerer Bodenausstattung zugutekommen.
- Langfristig würde dies die wirtschaftliche Stabilität und Nachhaltigkeit von Betrieben stärken, die im Strukturwandel traditionell stärker gefährdet sind.
Die Teilnehmer des Treffens waren sich einig, dass eine flexible und unterstützende Genehmigungspraxis entscheidend ist, um die Vorteile von Agri-PV vollständig zu nutzen und die landwirtschaftliche Praxis zukunftsfähig zu gestalten.
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