Food & Energy

13
Jul

SUNfarming Food & Energy Training Centre auf Mauritius

Ein weiteres SUNfarming Food & Energy Training Centre wird im August 2023 in Gros Cailloux eröffnet.

Das Projekt von SUNfarming Africa wurde im Rahmen des National Scheme for Emerging/Innovative Renewable Energy Technologies (NSEIRET) von MARENA, der mauritischen Behörde für erneuerbare Energien, durchgeführt.

Ziel ist der Bau eines agri-solaren "Food & Energy Research and Training Centre" mit einer zugewiesenen Kapazität von 200 kWp auf einer Fläche von 4500 m2 in Gros Cailloux.

Das von SUNfarming als "Food & Energy" bezeichnete agri-solare Projekt kombiniert hochwertige Solar-Stromerzeugung mit Einrichtungen zur Lebensmittelproduktion (Bio-Gartenbau und Gemüseanbau mit Tropfbewässerung). SUNfarming hat spezielle, in Deutschland hergestellte Food & Energy-Systeme entwickelt, die den Anbau von Pflanzen unter Modulen ermöglichen, die in Gros Cailloux installiert werden sollen.

Diese einzigartige Anlage wird als Forschungs- und Ausbildungsplattform in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern im Bereich der modernen Landwirtschaft und der erneuerbaren Solarenergie genutzt. SUNfarming hat die agri-solare Pilotanlage mit 200 kWp installiert, die derzeit bei der CEB in Betrieb genommen wird. Der Netzanschluss wird voraussichtlich bis Ende Juli 2023 erfolgen.

17
Dez

FEED in 2022: Vitality Porridge für 100.000 Kinder und deren Eltern

Food, Education, Energy & Development e.V. hilft Kindern und Frauen in Südafrika im nachhaltigen Nahrungsmittelanbau und schult die Wertschätzung von Wasser und Recycling

Im zweiten Jahr nach Gründung des gemeinnützigen Vereins FEED in Hamburg sowie auch der Schwester-NGO FEED South Africa NPC in Südafrika hat der Verein seine nachhaltigen Projekte erweitert und ausgebaut: So steht der Kampf gegen Mangelernährung von Kindern in Schulen und Kindergärten weiterhin sehr stark im Vordergrund. Dafür wird in der SUNfarming Food & Energy-Anlage in Potchefstroom in der North-West Province von Südafrika der Anbau von Obst, Gemüse und auch Heilkräutern geschult, die wiederum in ein Vitality Porridge eingemischt werden, um den Kindern eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Nahrung anzubieten, die die gesunde Entwicklung unterstützt und Energie für die aktive Teilnahme am Schulunterricht gibt.

Allein 2022 hat FEED durch Spendenmittel privater Spender und eingebunden in das von SUNfarming federführend realisierte DEG-Projekt 15.327 Kinder an 38 Schulen und Kindergärten und 83.000 Familienmitglieder im 200-km-Radius von Potchefstroom mit ausgewogener Nahrung versorgen können.

Nach nunmehr zwei Jahren bestätigen die Schulleiter eine deutlich gesteigerte Präsenz der Kinder im Unterricht sowie aktivere Mitarbeit der Kinder und dadurch bessere Schulresultate. Somit konnte FEED zusammen mit den Partnern die Grundlage für viele Kinder schaffen, eine gute Grundausbildung in der Schule zu erhalten und eine starke Basis für ihren weiteren Bildungs- und hoffentlich Berufsweg.
Weiterhin wurden im Rahmen von neuen Schulungsmaßnahmen in nachhaltiger Landwirtschaft für sozial schwache Menschen und Bewohner der Townships rund um Potchefstroom vor allem auch 30 Frauen neu ausgebildet und durch FEED begleitet. Diese Frauen leben in abgelegenen Regionen meist ohne Job und sonstige Einkünfte mit ihren Familien und häufig mehreren Kindern. Die Gartentrainings führen sie an den Anbau von Nahrungsmitteln zum Eigenverbrauch heran, mit dem Ziel, sie nach und nach zu Farmerinnen auszubilden, die als Kooperativen gemeinsam Geld durch den Verkauf ihrer Produkte verdienen können.


Insgesamt wurden durch FEED und im Rahmen des DEG-Projektes in 2022 674 Frauen nachhaltig unterstützt.
Das FEED-Team Deutschland und Südafrika dankt allen Spendern für die Unterstützung dieser wichtigen und ganzheitlichen Entwicklungshilfe-Projekte. Bitte unterstützen Sie uns gerne weiter! FEED

9
Dez

Nachhaltiges Engagement von SUNfarming in Nigeria

Im Juni 2022 fand die erste Schulung im von SUNfarming realisierten Forschungsprojektes YESPVNIGBEN in Nigeria statt. Die von SUNfarming geplanten und in Betrieb genommenen Anlagen umfassen eine Agri-Solar-Anlage, eine Freiland Anlage, PV-Teststände, eine Ladestation für E-Mobilität und ein SUNhome.

Die Anlagen sind auf fünf Standorte verteilt, jede ist mit einem Batteriespeichersystem und separatem Stromkreis zur unabhängigen und zuverlässigen Energieversorgung der wichtigsten Verbraucher ausgestattet, z.B für ein medizinisches Versorgungszentrum. Die Anlagen wurden an der University of Nigeria in Nsukka und am Centre for Atmospheric Research - National Space Research and Development Agency (CAR – NASRDA) in Abuja errichtet.

Das Forschungsprojekt YESPVNIGBEN wird geleitet vom Forschungszentrum Jülich GmbH, die Finanzierung erfolgt über BAMF. Im Auftrag des Forschungszentrums Jülich hat SUNfarming die Ausbildungs- und Forschungsanlagen als Doppelnutzungskonzepte „Food & Energy“ installiert.

Neber der Energieversorgung dienen die Anlagen zu Forschungszwecken. Professoren der Universität berichten: „Eine ordentliche Elektrizitätsversorgung ist im Nsukka und Rest des Landes leider nicht gegeben. Es kommt häufig zu Stromausfällen. Die Dauer der Ausfälle ist unterschiedlich, manchmal dauert es Tage. Deswegen ist die Gewinnung von wichtigen wissenschaftlichen Daten, neben der Versorgung mit Strom, so wichtig“.
Weitere Forschungsbereiche sind
- Lichtdurchlässigkeit der Module und Auswirkungen auf den Anbau von Gemüse und Kräutern
- Temperatur der Module im Zusammenhang mit Leistung und Lebensdauer
- Eine Wetterstation misst die Umgebungsparameter, die Daten werden Online ausgewertet

Alle Anlagen wurden von lokalen Teams unter Anleitung von SUNfarming Ingenieuren montiert. Notwendige weitere Montagen, Reparatur- und Wartungsarbeiten werden zukünftig von diesen geschulten, lokalen Mitarbeitern eigenständig durchgeführt. Eine Unterstützung aus Deutschland ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Zur Gewährleistung der Betriebssicherheit wird das Gesamtsystem über eine digitale Monitoring Plattform ausgewertet.

6
Apr

Hühner unter Strom

Artikel erschienen in der taz, 04. April 2022 von Uwe Rada

Unten Landwirtschaft, drüber Solarenergie: Die Grünen wollen mit einem Osterpaket sogenannte Agri-Photovoltaik-Anlagen stärker fördern. Brandenburgs größte Anlage ist in Steinhöfel geplant.

„Klimapark“ nennt die Firma SUNfarming aus Erkner das Vorhaben. Neben der Fläche in Tempelberg sollen in sieben weiteren Ortsteilen von Steinhöfel Agri-PV-Anlagen entstehen. „Insgesamt planen wir mit einer Fläche von 550 Hektar“, sagt SUNfarming-Geschäftsführer Martin Tauschke der taz. Fast 500 Megawatt Energie sollen die Photovoltaik-Anlagen erzeugen. Das ist mehr als das Heizkraftwerk Mitte in Berlin, das mit 440 Megawatt bis zu 600.000 Haushalte mit Strom versorgen kann.

Hier geht es zum taz Artikel

24
Feb

Hühner und Heilpflanzen unterm Solardach: In Rathenow entsteht die Energie der Zukunft

Artikel erschienen in der Märkischen Allgemeinen, 22.02.2022, von Christin Schmidt

Die SUNfarming GmbH betreibt in Rathenow neben einer Biogasanlage und einem Solarpark auch ein Forschungs- und Innovationszentrum, in dem erneuerbare Energie auf Landwirtschaft trifft. Ein Vor-Ort-Besuch.

Noch sind sie karg, die Böden unter den Solaranlagen auf dem Gelände des Forschungs- und Innovationszentrums der SUNfarming GmbH im Gewerbegebiet „Heidefeld“. Schon bald wird es hier aber grünen und blühen und das bereits zum zweiten Mal. Dafür sorgt Michael Bleiker. Seit einem Jahr ist der Schweizer hier als Betriebsleiter tätig und hat im letzten Jahr mit seinem Team etwa 20 verschiedene Pflanzen angebaut und geerntet. Was besonders gut gedeiht und welche Projekte er in diesem Jahr plant, erklärte er am Montag den Bürgermeistern aus Premnitz, Ralf Tebling, und dem Milower Land, Felix Menzel (beide SPD). Um mehr über die Doppelnutzung von Photovoltaik-Anlagen zu erfahren, schauten sie sich mit dem Rathenower Bürgermeisterkandidaten der SPD, Sebastian Lodwig, um.
„Unsere Hauptpflanze ist Artemesia annua – einjähriger Beifuß. Eine wunderbare Heilpflanze, die sehr bitter aber auch sehr gesund ist“, erklärte Bleiker und präsentierte die Ernte in Form von getrockneten
Blättern.

2015 Nobelpreis für Medizin für Artemisia Annua

Aufgrund der aufwendigen Ernte sei es ein recht teures Produkt, das unter anderem in der Behandlung von Malaria eingesetzt werde. 2015 gab es dafür den Nobelpreis für Medizin, weiß Bleiker. Aber nicht nur die Heilpflanze gedeihe unter den zum Teil licht- und regendurchlässigen Modulen. Auch Blaubeeren, Tomaten, Rhododendron und sogar Wein haben Bleiker und seine Mitarbeiter angebaut. Dafür haben sie den Boden mit Kompost aus der Region und Gärresten aus der eigenen Biogasanlage aufgewertet.

Auch Hühner fühlen sich unter den Anlagen wohl. „Wir hatten in einem Versuch die Tiere für kurze Zeit mit der Heilpflanze gefüttert, um zu schauen, ob das einen Effekt auf das Ei oder die Gesundheit der Tiere
hat. Generell waren sie gesund, aber die Pflanze war ihnen auch etwas zu bitter“, verriet der Betriebsleiter. Die größeren Anlagen sind zwischen 1,50 und 2,90 Meter hoch und so gebaut, dass man mit einem Traktor durchfahren kann. Zudem können Seitenwänden angebracht werden, so wird die Solaranlage zum Gewächshaus. Zum Einsatz würden diese aber vornehmlich im Ausland kommen, unter anderem in Entwicklungshilfeprojekten, wie Stephan Franke erklärte.

Der Mann aus Schleswig-Holstein ist studierter Landwirt und kümmert sich bei SUNfarming um landwirtschaftlich geprägte Projekte. Felix Menzel, der jede Woche neue Anfragen für den Bau von Solarparks in seiner Gemeinde auf dem Tisch hat, wollte wissen, wie wirtschaftlich der Gemüseanbau unter Solarmodulen in Deutschland ist. „Eine berechtigte Frage zur ökonomischen Einordnung des Gesamtkonzepts, denn am Ende muss SUNfarming als Investor Geld damit verdienen“, räumte Franke ein.

In Rathenow stehen Anlagen für den Weltmarkt Die Grundidee, dass Photovoltaik das Ständerwerk bezahlt, funktioniere hierzulande nicht mit allen Modellen, die es auf dem Gelände in Rathenow zu sehen gibt und die weltweit eingesetzt werden.
Eins, mit dem das klappt, schauten sich die Gäste aber am Montag an. „Diese Anlage ist etwas einfacher gebaut und damit kostendeckend. Darunter kann man noch immer Landwirtschaft betreiben, was sich auch für Schrebergärten eignet“, weiß Bleiker. Eine Kita in Falkensee nutze genau so eine Anlage.

„Sie bauen unter den Modulen Obst und Gemüse an, das sie selbst ernten“, berichtet Christian Knees. Er ist ebenfalls Landwirt aus Schleswig-Holstein, seit zehn Jahren im Milower Land zu Hause und in der SUNfarming-Gruppe für die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche unter den Modulen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt zuständig. Der Vorteil dieser Anlage: Die Säulen werden ohne Fundamente in den Boden gerammt, der Boden werde also nicht versiegelt. Zudem seien die Module lichtdurchlässig und bieten die Möglichkeit einer gezielten Tröpfchenbewässerung. Christian Knees schwebt der Bau einer ein bis zwei Hektar großen Anlage als Gewächshaus vor, um darin Pflanzen anzubauen.

Um neue Erkenntnisse zu gewinnen, arbeitet das Forschungs- und Innovationszentrum in Rathenow mit Instituten und Universitäten zusammen. 2021 wurde so unter anderem der Einsatz eines Agrarroboters erprobt. Geplant ist zudem ein Versuch mit einem Salatproduzenten. Dabei solle es auch um die Frage gehen, inwiefern sich der Schutz vor starker Sonneneinstrahlung und Regen auf die Pflanzen auswirkt. Lodwig, Menzel und Tebling folgten den Ausführungen mit Interesse und zeigten sich begeistert von der Doppelnutzung der Photovoltaik-Anlagen zur Energiegewinnung und zum Anbau von Obst und Gemüse.

Felix Menzel nutzte die Gelegenheit um zu erfragen, ob SUNfarming, die in Rathenow auch eine Biogasanlage und ein Solarpark betreibt, auch als Partner für die Sanierung von Dächern und deren Bestückung
mit Solaranlage zur Verfügung steht. Auch das sei möglich, so Franke. „Photovoltaik ist Teil der Energiewende und ich hoffe, wir kommen mit solchen Projekten der Frage, wie man Flächen auch nachher noch sinnvoll nutzen kann, ein großes Stück näher“, erklärte Menzel und verriet, dass es bereits Interesse gebe, solche Anlagen im Milower Land zu bauen.

Rathenow kann stolz sein
Auch Ralf Tebling nimmt viel Positives für Premnitz mit. „Als Stadt voller Energie sind für uns Industrie und Naturpark kein Widerspruch. Und Sie beweisen, man kann Naturschutz und Energiegewinnung vereinen“, so Tebling. Aus seiner Sicht kann die Energiewende dauerhaft nur gelingen, wenn sie auch für Bürger und Kommunen einen spürbaren finanziellen Nutzen bringt. Dem stimmte auch Sebastian Lodwig zu. „Das ist ein Projekt, dass die Stadt mit Stolz begleiten kann und muss“, so sein Fazit.
Von Christin Schmidt, Foto/Copyright Christin Schmidt

26
Jan

SUNfarming Öko- und Agri-Solaranlagen mit doppeltem Mehrwert für die Energiewende

SUNfarming stellt weiter die Weichen und fokussiert sich weiter auf Biodiversitäts-Solarparks.

Mit den zwei Konzepten „Öko-Solar“ und „Agri-Solar“ hat SUNfarming im Jahr 2021 die Weichen für die Projektierung für Solarparks auf ehemals landwirtschaftlichen Flächen gestellt. „Mit unserem Doppelnutzungskonzept für Freiflächenanlagen können wir neben der Produktion von grünem Strom auch die Biodiversität der Flächen deutlich ausbauen.“, so Vorstand der SUNfarming Gruppe Thies Schrum.

Die SUNfarming Öko- und Agri-Solaranlagen haben deutliche Alleinstellungsmerkmale durch bifaziale Glas-Glas-Module, einer erhöhten Unterkonstruktion sowie einem spezifisch entwickelten Regenwasserverteilungssystem. Die angebotenen Doppelnutzungskonzepte sind mit Schaf-, Bienen- und Geflügelzucht (Öko-Solar) sowie Gemüse- und Heilkräuteranbau (Agri-Solar) teilweise seit Jahren verfeinert worden. „Wir haben unser Food&Energy-System aus dem Ausland über die Jahre weiterentwickelt und auf den deutschen Markt angepasst und haben damit nicht nur ein Platzangebot unter den Modulen geschaffen, sondern ganz konkrete Konzepte, deren Umsetzbarkeit wir schon bewiesen haben. Das ist ein riesiger Vorteil.“ so Vorstand der SUNfarming Gruppe Thies Schrum weiter.

SUNfarming hat bereits mehrere hundert Hektar Öko- und Agri-Solaranlagen in Genehmigungsverfahren in Deutschland und plant das Konzept weiter auszurollen. „Wir wollen damit einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten und sehen uns dafür sehr gut aufgestellt.“ schließt Schrum ab.